Mittwoch, 14. März 2012

Der Hochseilgarten: Nervenkitzel für groß und klein

Man stelle sich vor, man steht auf einem kleinen Podest, der an einem Baum auf etwa zehn Meter Höhe befestigt ist. Was man als Nächstes tun muss, klingt zunächst halsbrecherisch, lebensmüde, wahnsinnig. Auf einer wackeligen Holzbrücke soll man nun eine Schlucht überqueren, um zum nächsten Podest zu gelangen. Unter höchster Anspannung und Konzentration setzt man einen Schritt nach den anderen.
Die Holzbrücke kann man so eigentlich gar nicht nennen, denn die Sprossen stehen etwa einen Meter voneinander entfernt, dazwischen ist nichts, der Abgrund. Und die Brücke schaukelt hin und her. Was wie eine Szene aus dem beliebten Abenteuer Film Indiana Jones klingt, kann jeder von uns selbst erleben. Ohne Gefahr für Leib uns Seele.

Die Höhenangst überwinden

Hochseilgarten nennt sich die Spielwiese für jung und alt, groß und klein. Dabei werden auf ein bis 30 Metern Höhe verschieden Parcours aufgebaut, die man bewältigen muss. Es gibt hierbei verschiedenste Schwierigkeitsstufen. Eine der Aufgaben ist zum Beispiel, sich an einem „Spinnennetz“ auf die andere Seite zu hangeln. Oder auf sehr instabil wirkenden Autoreifen eine Schlucht überqueren. Jeder Klettergarten hat verschiedene Schwierigkeitsstufen. Nicht selten haben die Parcours am Ende eine Art Belohnung für die Kletterer. Die schönste dieser Belohnungen ist die Seilrutsche. Man klingt sich in ein Seil ein und kann dann wie auf einer Seilbahn runterfahren.

Sicherheit

Natürlich setzt man in Klettergärten nicht sein Leib und Leben aufs Spiel. Sonst wäre es nicht bei Familien so beliebt. Man ist durch Klettergurte gesichert, oft ist auch das Tragen eines Helmes Pflicht. Vor jedem Klettern muss man einen etwa zehnminütigen Einführungskurs machen, denn trotz der Sicherungssysteme muss man sich in zehn Metern Höhe richtig verhalten. Entlang aller Parcours verlaufen Sicherungsdrahtseile. An den Klettergurten hat man jeweils zwei Karabinerhaken, mit denen man sich an den Drahtseilen sichert. Da die Drahtseile nicht durchgehend miteinander verbunden sind, muss man auch in der Höhe ständig umstecken. Genau hier ist Vorsicht geboten. Wenn man sich nicht an die Vorgaben hält, kann es gefährlich werden.

Und auch schnell zu Ende sein, denn die Aufseher kennen bei der Sicherheit keinen Spaß, was auch richtig ist, denn einen Sturz aus über zehn Metern überleben nur die Wenigsten. Aber alles in allen ist der Hochseilgarten eine tolle und vor allem sichere Unternehmung, bei der man sich ständig neu überwinden muss. Am Ende des Tages ist man ziemlich ausgelaugt, da es doch irgendwann anstrengend wird, immer die Spannung zu halten, aber das ist ja Sinn der Sache. Viel Spaß!

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