Eigentlich bin ich kein Fan von großen Höhen, aber für diesen besonderen Ausflug habe ich mich meiner Höhenangst einmal gestellt. Schließlich versprachen die Veranstalter vom Kletterwald und meine erfahrenen Freunde mit absolute Sicherheit und viel Spaß. Im schattigen Grün des Hochseilgartens war es außerdem angenehm kühl. Trotzdem war mir etwas mulmig, bevor es richtig losging. Ausgestattet mit Jeans und festen Schuhen gab es für alle Teilnehmer dann noch eine Ausrüstung aus Helm, professionellen Seilen und Klettergurten mit Karabinerhaken.
Nach der Einweisung fühlte ich mich dann schon sicherer, vor allem weil ich gemerkt habe, dass ich nicht als einzige etwas nervös war.
Kletterwald mit Parcours für Anfänger
Die meisten Kletterwald-Anlagen bieten unterschiedliche Parcours für verschiedene Schwierigkeitsstufen an. So müssen sich Neulinge wie ich noch nicht mit den geübten Profis messen und können entspannt nach ihrem Tempo starten. Auf den Kletterwegen gibt es dann verschiedene Elemente wie Netzbrücken, Seilbahnen, Schwingseile und Schaukeln. So kommt man auf abwechslungsreiche Art und Weise von Baum zu Baum. Um mich erstmal an das Klettern zu gewöhnen, bin ich auf einer Runde gestartet, die nur ein bis zwei Meter über dem Boden verlief. Was die Kleinen können, kann ich schon lange: Dort war ich nämlich mit vielen Kindern unterwegs, die alle ganz begeistert und mutig zum Ziel kletterten. Sobald mir die Abläufe erstmal bewusst waren, ging es auch für mich sicherer und schneller voran. Ich habe mich dann auch an die Parcours für große und fitte Abenteurer gewagt. Schließlich erwacht dann doch der eigene Ehrgeiz.
Beim Klettern auf sich selbst konzentrieren
Am Anfang hatte ich Probleme, die immer die richtige Balance zu halten. Es gehört durchaus Konzentration dazu. Man darf sich also auch nicht von den anderen Teilnehmern ablenken lassen. Beim ein oder anderen „Notfall“ - als ich nicht weiter wusste - war ich froh über die Hilfe der Trainer vor Ort, die immer zur Stelle waren. Als ich dann die entsprechenden Runden geschafft hatte, war ich wirklich stolz auf mich. Die körperliche Anstrengung habe ich dann eigentlich erst am Abend gemerkt. Dieses aufregende Event an der frischen Luft war bestimmt nicht mein letzter Ausflug in den Kletterwald.
Beitrag: Mirjam Miethe

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